From East To West - Canada 2011-12
Montag, 11. Juni 2012
Montag, 16. April 2012
365 Tage Kanada - das Ende der Reise
Wir hatten Glueck und die Sonnenkueste machte ihrem Namen alle Ehre.
Etwas weiter noerdlich von Powell River endet im kleinen Fischerort "Lund" der Highway 101, der in etwa 15.000 km Entfernung in Chile beginnt (vielleicht schon die ersten Anregungen fuer den naechsten Urlaub?). Nach drei Tagen fuhren wir diesen Highway dann von Powell River weiter nach Sueden bis Vancouver.
Der Kontrast zwischen Pazifik, den Hochhaeusern Vancouver's und den Kuestenbergen macht die Stadt wirklich einzigartig und absolut sehenswert. Neben Skilaufen stand auch ein Besuch von Granville Island mit seinem wunderschoenen Markt sowie das Vancouver Aquarium auf unserem Programm.
Als wir nach einer recht kuehlen Nacht auf einem traumhaften Campingplatz unmittelbar am Pazifik aufwachten, war unser Auto dann nochmal mit Schnee bedeckt und wir staunten nicht schlecht. Von der Olympia Halbinsel ging es weiter nach Sueden (weil wir erstmal genug von Grossstaedten hatten, liessen wir Seattle einfach mal links liegen) in den naechsten Bundesstaat: Oregon.
Etwas genervt vom Dauerregen (die Westkueste der USA zwischen Washington und dem Norden Kaliforniens ist zu dieser Jahreszeit aehnlich nass wie Kanada) mussten wir uns entscheiden: Weiter nach Sueden nach Nevada und Arizona oder langsam und sicher nach Osten durch Idaho und Montana Richtung Saskatchewan.
Etwas ausgehungert von der vielen Fahrerei und dem wenig nahrhaften Fruehstueck billiger Motels, kam uns dann St. Patricks Day gerade recht: Gratis Pommes bei Burger King, garniert mit gruenem Ketchup. Eine Delikatesse!
Sonntag, 4. März 2012
Vancouver Island - der westlichste Punkt unseres Abenteuers
Unsere zwei Wochen Pazifik, Berge und Tofino haben wir uns in den Botanischen Gaerten erarbeitet. Hier konnten wir unsere klaeglichen handwerklichen Faehigkeiten noch einmal beweisen. Fuer etwa zwanzig Stunden Arbeit pro Woche bekamen wir ein schoenes Zimmer in der Lodge gestellt. So laesst es sich aushalten! Aber der Inhaber der Gaerten hatte gleich die beruehmte deutsche Genauigkeit und deutsche Ingenieuerskunst entdeckt und uns mit folgenden Aufgaben betraut:
Donnerstag, 23. Februar 2012
Besuch aus Deutschland!
Matteo konnte sich richtig auspowern bei der naechtlichen Abfahrt auf beleuchteten Pisten und Susanne wagte ihre ersten Schritte auf dem Eis - zunaechst mit Gehhilfe.
Das Okanagan Valley ist aber vor allem auch eine der bekanntesten Weinregionen in Kanada.
Warnhinweise zu Beginn der Wanderwege deuten auch auf eine weitere, nur sehr selten zu beobachtende Tierart hin: Der Puma. Wir hatten riesiges Glueck und konnten ihn aus naechster Naehe beobachten und mit der Kamera fuer immer festhalten! Die Zeit in Tofino ging leider viel zu schnell vorbei und wir mussten zurueck an die Ostkueste von Vancouver Island. Nach einem kurzen Abstecher bis nach Campbell River und den Strathcona Provincial Park fuhren wir ganz in den Sueden der Insel nach Victoria, der Hauptstadt von British Columbia. Victoria ist dafuer bekannt "englischer als England" zu sein. Und so dauerte es auch nicht lange bis wir in einem gemuetlichen Pub und in der Sportsbar mit intelligenzreduzierter Bedienung unseren letzten Abend mit Matteo verbrachten :-(
Wie es fuer uns dann weiterging erfahrt ihr bald hier. Nur um es vorweg zu nehmen: Wir haben noch mehr Zeit auf Vancouver Island verbracht!
Samstag, 31. Dezember 2011
2011 – Was fuer ein Jahr!
Nur noch wenige Stunden trennen uns von 2012 – fuer euch in Deutschland sind es 7 Stunden weniger als fuer uns hier in Kanada. Genug Zeit fuer uns, um noch einen letzten Blogeintrag fuer 2011 zu schreiben und genug Zeit fuer euch ihn zu lesen!
Und da wir schon beim Jagen sind: Unseren Weihnachtsbaum haben wir ebenfalls in der Natur erlegt. Wenn man mit dem richtigen Kanadier unterwegs ist (Andrew), springt dabei nicht nur ein Baum raus (an Oma: es ist eine Weissfichte!), sondern auch ein Picknick mit Lagerfeuer und Bratwurst sowie die noetige Menge Vodka und Gluehwein – lustig wird der Ausflug dann von ganz alleine J
Und dann stand ja auch bald Weihnachten vor der Tuer! Uns haben die deutschen Traditionen im Dezember, wie Nikolaustag und Weihnachtsmarkt, und vor allem die deutschen Koestlichkeiten echt gefehlt. Keine Lebkuchen, keine Dominosteine, kein Spekulatius, nix! “Adventsstollen” hatten wir am 22. Dezember in einem Supermarkt aufgestoebert und wurden prompt an der Kasse gefragt, was das sei und wie man es ausspricht.
Am 24. Dezember waren wir zwei alleine in Rachels Haus und wir hatten einen schoenen ruhigen Abend. Andrew hatte uns ein grosses Stueck glueckliches, kanadisches Reh vorbeigebracht, das wir zusammen mit lokalen Kartoffeln, Rotkohl und Rotwein verdrueckt haben. Zum Nachtisch gabs Amerikanischen Cheesecake, der ueberraschenderweise hauptsaechlich aus Fett und Zucker bestand J. Das schreit nach guten Vorsaetzen fuer das kommende Jahr (noch mehr essen und weniger bewegen).
Wir haben uns seit unserem letzten Blogeintrag so rein geographisch nicht wirklich vom Fleck bewegt: Wir sind immer noch in der Provinz Saskatchewan , arbeiten im Redberry Lake Biosphaeren Reservat (BR) und wohnen bei Rachel in Hafford. Unser Hauptprojekt, mit dem wir hier im BR beauftragt wurden, war ja die Neugestaltung der Website http://www.redberrylake.ca. Die ist nun seit Mitte Dezember online und wir hoffen ihr habt alle schonmal einen Blick drauf geworfen (P.S.: Dank Google kann man genau nachvollziehen aus welcher Region/Stadt die Zugriffe kommen – wir fuehren Liste, Freunde!). Weitere Projekte stehen bereits an und wir werden fuer eines davon sogar bezahlt!
Natuerlich haben wir nicht nur gearbeitet in den drei Monaten hier. Wir waren zum Beispiel mit Rachel auf Wildhuehnerjagd, was in Kanada so geht: Zunaechst schleiche man mit geladener Waffe etwa 1,5 Stunden durchs Gebuesch und versucht das gewuenschte Tier aufzustoebern. Wenn man dann keinen Erfolg hat – so wie wir – faehrt man noch ein bisschen mit dem Auto rum. Und da hat man dann meistens Glueck – so wie wir. Unser Huhn (Ruffed Grouse = Kragenhuhn) wurde dann an Ort und Stelle fachgerecht er- und zerlegt und zuhause gleich verspeist. Mehr Details zum Zerlegen sparen wir uns an dieser Stelle. Nur soviel: So haetten wir es nie angestellt, wenn uns einer gefragt haette.
Natuerlich haben wir nicht nur gearbeitet in den drei Monaten hier. Wir waren zum Beispiel mit Rachel auf Wildhuehnerjagd, was in Kanada so geht: Zunaechst schleiche man mit geladener Waffe etwa 1,5 Stunden durchs Gebuesch und versucht das gewuenschte Tier aufzustoebern. Wenn man dann keinen Erfolg hat – so wie wir – faehrt man noch ein bisschen mit dem Auto rum. Und da hat man dann meistens Glueck – so wie wir. Unser Huhn (Ruffed Grouse = Kragenhuhn) wurde dann an Ort und Stelle fachgerecht er- und zerlegt und zuhause gleich verspeist. Mehr Details zum Zerlegen sparen wir uns an dieser Stelle. Nur soviel: So haetten wir es nie angestellt, wenn uns einer gefragt haette.
Und da wir schon beim Jagen sind: Unseren Weihnachtsbaum haben wir ebenfalls in der Natur erlegt. Wenn man mit dem richtigen Kanadier unterwegs ist (Andrew), springt dabei nicht nur ein Baum raus (an Oma: es ist eine Weissfichte!), sondern auch ein Picknick mit Lagerfeuer und Bratwurst sowie die noetige Menge Vodka und Gluehwein – lustig wird der Ausflug dann von ganz alleine JUnd dann stand ja auch bald Weihnachten vor der Tuer! Uns haben die deutschen Traditionen im Dezember, wie Nikolaustag und Weihnachtsmarkt, und vor allem die deutschen Koestlichkeiten echt gefehlt. Keine Lebkuchen, keine Dominosteine, kein Spekulatius, nix! “Adventsstollen” hatten wir am 22. Dezember in einem Supermarkt aufgestoebert und wurden prompt an der Kasse gefragt, was das sei und wie man es ausspricht.
Also haben wir unseren Gluehwein selbst gemacht und viele Plaetzchen gebacken, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Thomas’ Lieblingsplaetzchen (Spritzgebaeck) durften natuerlich auch dieses Jahr nicht fehlen. Aus Ermangelung an professionellem Geraet, kam dieses Jahr der Fleischwolf mit Hackfleischaufsatz zum Einsatz. Es war zwar etwas laestig aus den ganzen Teigwuersten wieder Kekse zu formen, aber es hat funktioniert.
Und da sind wir ja auch schon beim Thema: Heute ist also nun Silvester – 2011 geht zu Ende. Fuer uns natuerlich ein ganz besonderes Jahr! Wir haben so viel erlebt, dass es uns schon wie eine Ewigkeit vorkommt, als wir in Toronto gelandet sind und unser Abenteuer begann! Da muessen wir heute auf jeden Fall drauf anstossen!
Wir hoffen ihr habt ebenfalls alle einen wunderbaren Abend heute – lasst es ordentlich krachen!
Montag, 7. November 2011
Back In Saskatchewan
Hallo ihr Lieben,
bereits vier Wochen sind nun seit unserem Abstecher durch die Rocky Mountains vergangen. Wir sind wieder zurueck in Saskatchewan, genauer gesagt in Hafford - etwa eine Autostunde (manch Kanadier wuerde die Entfernung auch mit "drei Bier" angeben) nordwestlich von Saskatoon. In Hafford wohnen etwa 400 Menschen, so dass man mit unserem Eintreffen fast von einer Bevoelkerungsexplosion sprechen koennte. Neben einer Bar mit Hotel gibt es ein kleines Lebensmittelgeschaeft (der "oodstore", dessen F im Laufe der Jahre bis zur Unkenntlichkeit verblasst ist), drei Restaurants und ein Cafe.
Es ist alles sehr ueberschaulich und von der Main Street sind es nur wenige Gehminuten bis in die entlegensten Gassen. Alle Strassennamen sind vorbildlich zweisprachig: Englisch und ukrainisch. Ja, richtig gelesen: Jeder Zweite hier hat ukrainische Wurzeln und weiss diese auch zu pflegen.
Die Kueche ist reich an Kalorien: Fast jede Woche hat man Gelegenheit koestliche Perogies, Teigtaschen gefuellt mit einer Kartoffel-Kaese-Mischung, zu probieren und die koerpereigene Isolationsschicht fuer den herannahenden Winter zu verbessern.
Wir wohnen waehrend unseres Aufenthaltes bei Rachel, die ebenfalls erst vor wenigen Monaten nach Hafford gezogen ist, um im Redberry Lake Biosphaerenreservat zu arbeiten. Der Verwaltungssitz bzw. unser Buero liegt direkt am Redberry Lake, der salzhaltig ist und sogar zu mancher Jahreszeit Pelikane beherbergt!
Wir arbeiten hier 5 Tage in der Woche und bringen die Website auf den neuesten Stand (in ein paar Wochen wird es dann hoffentlich so weit sein), pflegen Kontakte in Facebook, erstellen Praesentationen und vieles mehr. Wir sind also ziemlich gut beschaeftigt und werden wohl auch noch ein paar Wochen hier verbringen. In unserer Freizeit besuchen wir Freunde, fahren ins 65 km entfernte North Battleford zum Grosseinkauf, gehen Wandern und Fotografieren.
Manches in Saskatchewan bleibt nach Gebrauch einfach schon mal liegen - die Natur kuemmert sich schon darum. Man begegnet alten Autos und verwitternden Scheunen an jeder Ecke. Doch selbst dies strahlt einen besonderen Charme aus.
Gestern gab es das erste Mal Schnee zu bewundern - am 5. November fuer uns Deutsche doch etwas ungewoehnlich. Hier gehoert es zur Normalitaet und jeder stellt sich bereits auf den kommenden Winter ein. Dieser kann verdammt kalt werden: Die historische Tiefsttemperatur liegt in dieser Region bei -46 Grad, von der gefuehlten Temperatur aufgrund des Windchills wollen wir erst gar nicht sprechen...). Noch geht man aber gerne vor die Tuer, um sich eine Schneeballschlacht zu liefern oder mit Rachels Hund "Carson" die besten Pinkelplaetze zu erkunden.
Und wenn wir nicht erfroren sind, dann lest ihr bald mehr von unserer Zeit im Redberry Lake Biosphaerenreservat!
Es ist alles sehr ueberschaulich und von der Main Street sind es nur wenige Gehminuten bis in die entlegensten Gassen. Alle Strassennamen sind vorbildlich zweisprachig: Englisch und ukrainisch. Ja, richtig gelesen: Jeder Zweite hier hat ukrainische Wurzeln und weiss diese auch zu pflegen.
Manches in Saskatchewan bleibt nach Gebrauch einfach schon mal liegen - die Natur kuemmert sich schon darum. Man begegnet alten Autos und verwitternden Scheunen an jeder Ecke. Doch selbst dies strahlt einen besonderen Charme aus.
Gestern gab es das erste Mal Schnee zu bewundern - am 5. November fuer uns Deutsche doch etwas ungewoehnlich. Hier gehoert es zur Normalitaet und jeder stellt sich bereits auf den kommenden Winter ein. Dieser kann verdammt kalt werden: Die historische Tiefsttemperatur liegt in dieser Region bei -46 Grad, von der gefuehlten Temperatur aufgrund des Windchills wollen wir erst gar nicht sprechen...). Noch geht man aber gerne vor die Tuer, um sich eine Schneeballschlacht zu liefern oder mit Rachels Hund "Carson" die besten Pinkelplaetze zu erkunden.
Und wenn wir nicht erfroren sind, dann lest ihr bald mehr von unserer Zeit im Redberry Lake Biosphaerenreservat!
Montag, 10. Oktober 2011
Rocky Mountains – Teil 1
Auf dem Weg von Saskatchewan in die Rocky Mountains legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Dinosaur Provincial Park, in der Provinz Alberta, ein. Hier formten Gletscher, Schmelzwasser und Regen eine bizarre Landschaft aus dem weichen Sandstein. Seinen Namen verdankt der Park aber den versteinerten Skeletten von Dinosaurieren, die hier gefunden wurden – eine der groessten Fundstaetten weltweit!Fahrintensiv ging es fuer uns von hier aus weiter nach Sueden und Westen in die Rocky Mountains. Die kanadischen Rockies sind praktisch vollstaendig in Nationalparks aufgeteilt: Die drei groessten sind Waterton Lakes, Banff und Jasper, Kleinere sind Yoho, Glacier und Mount Revelstoke National Park. In der Hochsaison sind vor allem die ersten drei mit asiatischen und deutschen Touristen ueberlaufen. Aber auch in der Nebensaison, die gleich nach Labour Day am 5. September beginnt, ist man nirgendwo sicher vor den Busladungen.
Unser erstes Ziel war der Waterton Lakes National Park. Das beruehmte Prince Edward Hotel thront ueber der kleinen Stadt vor einer grandiosen Bergkulisse. Die Lage des Hotels bestimmt natuerlich auch den Preis: Eine Uebernachtung kostet 300 bis 2000 Dollar. Einzigartig in Waterton ist der Uebergang von Prairie zu den dramatisch ansteigenden Bergen der Rockies.
Waehrend der Fahrt auf einem der Parkways hatten wir besonderes Glueck und konnten Mutter Schwarzbaer mit ihren zwei Kleinen beobachten, wie sie die Strasse vor uns ueberquerten. Ein wirklich faszinierendes Erlebnis! Im Park gibt es auch Grizzlys, denen man aber besser nicht begegnen will. Wanderer sind angehalten staendig laut zu sein, in Gruppen zu gehen und Pfefferspray mit sich zu tragen. Wir hatten bei der einen oder anderen Wanderung ein ungutes Gefuehl, aber letztendlich war niemand an uns interessiert. Heisst aber auch, dass wir noch keinen Grizzly gesehen haben!
Wenn man einmal in Waterton ist, empfiehlt sich auch ein kurzer Abstecher nach Montana in die USA in den benachbarten Glacier National Park. Hier konnten wir auf einer Wanderung am Logan Pass neben grandioser Landschaft auch eine Gruppe Bergziegen beobachten. Nach einer Nacht im Ausland, passierten wir am naechsten Morgen wieder die Grenze zu British Columbia in Kanada.
Entlang der Bergkette der Kootenay Mountains fuhren wir weiter nach Norden (einen kurzen Abstecher in den Yoho, Glacier und Mount Revelstoke National Park eingeschlossen), um uns in Radium Hot Springs eine Pause zu goennen. Im leicht radioaktiven und bis zu 40 Grad warmen Wasser fanden wir etwas Entspannung von der vielen Fahrerei. Wie es weiter ging erfahrt ihr im zweiten Teil…
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