Wie wir ja schon erwaehnten, haben wir - nachdem wir Matteo an den Flughafen gebracht hatten - noch weitere drei Wochen auf Vancouver Island verbracht. Unser erster Stop war die "Meile Null" des Trans-Canada-Highways in Victoria. Fuer uns ein besonderer Punkt, denn vor etwa sechs Monaten haben wir an der "Meile Null" am anderen Ende von Kanada - in St. Johns, Neufundland, gestanden. Zwischen diesem und dem westlichen Punkt in Victoria liegen rund 8.000 Kilometer feinster Asphalt, aber vor allem auch unglaublich abwechslungsreiche und beeindruckende Landschaften!
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Um uns unseren Aufent-halt auf der sehr teuren Insel finan- zieren und unsere handwerklichen Faehigkeiten testen und verbessern zu koennen, haben wir dieses Mal zunaechst auf einer Farm ausgeholfen. Eine Woche verbrachten wir bei dieser jungen Familie in der Naehe von Victoria. Auf unsere Aufgabenliste standen: Zwei Gewaechshaeuser auf- und abbauen, Enteneier waschen (und essen!) sowie diverses Gemuese ernten und putzen um es auf dem Wochenmarkt verkaufen zu koennen. Das war eine sehr interessante Zeit - und man weiss wieder wieviel man vorher nicht konnte und wusste...
Nach dieser ersten Woche fuhren wir weiter nach Tofino. Hier waren wir ja auch bereits mit Matteo. Aber Tofino ist definitiv einen zweiten und dritten Besuch wert! Der Weg zum Ziel fuehrt ueber eine Passstrasse auf der man durchaus nochmal in winterliche Hoehen geraten kann. Also, Schneeschuhe an und noch ein letztes Mal durch das weisse Zeug stapfen. Denn etwa 100 Kilometer weiter wartet dann in Tofino Sonne und Strand. Verrueckt diese Insel!
Unsere zwei Wochen Pazifik, Berge und Tofino haben wir uns in den Botanischen Gaerten erarbeitet. Hier konnten wir unsere klaeglichen handwerklichen Faehigkeiten noch einmal beweisen. Fuer etwa zwanzig Stunden Arbeit pro Woche bekamen wir ein schoenes Zimmer in der Lodge gestellt. So laesst es sich aushalten! Aber der Inhaber der Gaerten hatte gleich die beruehmte deutsche Genauigkeit und deutsche Ingenieuerskunst entdeckt und uns mit folgenden Aufgaben betraut:
Jeden morgen Seetang fuer die Huehner am hauseigenen Strand holen und abliefern, das Huehnerhaeuschen orange anstreichen, Plastikfolie als kleines Gewaechshaus auf Beeten anbringen, einen Wassergraben ausheben und die Wege in den Gaerten von Blaettern und Zweigen befreien (am naechsten Tag sah es uebrigens wieder genauso aus wie vorher - ganz schoen hinterlistig diese Natur!).
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In unsere freien Zeit haben wir meistens dem Pazifik einen Besuch abgestattet: Den Strand entlang laufend, wandernd oder einfach nur Kekse-essend im Auto sitzend um die Wellen zu beobachten. Ein Abstecher ins 40 Kilometer entfernte Ucluelet hatte uns sogar eine grosse Gruppe Seeloewen beschert, die im Hafengebiet auf Nahrungssuche waren.
Morgen werden wir uns von Vancouver Island verabschieden. Vorher wollen wir noch am Mount Washington Skifahren gehen (Langlauf) und dann nehmen wir die Faehre zurueck zum Festland nach Powell River. Nun stehen noch etwa zwei bis drei Wochen Reisen auf unsere Liste. Bis zum naechsten Mal!