Donnerstag, 19. Mai 2011

Wo geht's denn hier nach...

Wann hat man schon mal die Moeglichkeit innerhalb von 10 Minuten Bamberg und Heidelberg zu besichtigen? Hier in Mennonite-County! Unkreative Deutsche haben vor geschaetzten 1 Mio. Jahren diesem Fleckchen die Namen ihrer deutschen Staedte gegeben und dabei nicht auf geografische Gepflogenheiten geachtet. Aus Kaltensundheim kam aber niemand :-)


Aber nun von vorne: Unser Wochenendausflug fuehrte uns 150 km noerdlich vom Eriesee zu den so genannten Mennoniten - einem Volk, das aehnlich wie die Amischen, jeglichen Fortschritt ablehnen. Sie fahren beispielsweise mit Kutschen statt mit dem Auto, tragen altmodische Kleidung und verkaufen auf dem Wochenmarkt ihre Spezialitaeten (z.B. Doner Kabobs). Da es hier viel zu sehen gab, entschieden wir uns die Nacht in unserem Auto zu verbringen und am naechsten Tag zurueck nach Long Point zu fahren. Und so hatten wir - trotz Dauerregen - ein schoenes Wochenende! Nun sind es noch zwei Wochen und dann haben wir endlich mal Urlaub ;-) Auf unserem Programm stehen die Niagarafaelle, Toronto, Point Pelee und Lake Huron.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Roadkill

Hier nun also unser erstes Lebenszeichen aus Long Point am Lake Erie. Nachdem wir an der Georgian Bay in recht luxurioesen Verhaeltnissen gelebt haben, mussten wir unsere Ansprueche nun etwas zurueckschrauben: Uns erwartete ein einfaches Zimmer in einer Blockhuette mit Gemeinschaftskueche - also vielen Insekten und altem Fett. Na ja, eigentlich haben wir uns mittlerweile ganz gut eingelebt und das schoene Wetter traegt einen Grossteil dazu bei (endlich mal an die 20 Grad - und das in Celsius!). Unter der Woche arbeiten wir fuer das Biosphaerenreservat und zaehlen tote Tiere an einer stark befahrenen Strasse zwischen Marsch und See. Mal eine etwas andere Art Schildkroeten, Schlangen, Froesche und nicht (mehr) naeher bestimmbare Viecher aus naechster Naehe anzuschauen. Sinn und Zweck der Uebung: Herausfinden ob die bestehenden Schutzzaeune funktionieren. Ausserdem arbeiten wir an einem Tag in der Woche in unserer Unterkunft: Hier streichen wir Schlafraeume, die nachher ohnehin wieder von Teenagern mit frivolen Spruechen und Kaugummi beschmiert werden.

Long Point hat aber noch viel mehr zu bieten: Schoene Straende, eine kunterbunte Vogelwelt und Paddelmoeglichkeiten. Entgegen Susis Erwartungen sind wir mit dem Boot weder gekentert noch im knietiefen Wasser ertrunken. Und ein bisschen Spass hat es am Ende auch gemacht :-)

Sonntag, 1. Mai 2011

New Arrival

Nach mehr oder weniger langem Ueberlegen und Rechnen haben wir uns nun also entschieden ein Auto zu kaufen, dass uns ein Jahr lang sicher durch Kanada bringt und uns ein Plaetzchen zum Schlafen bietet. So koennen wir uns die Kosten fuer oeffentliche Verkehrsmittel sparen, sind viel flexibler und muessen unsere Rucksaecke nicht umhertragen. 
Nachdem Susi ihren deutschen Fuehrerschein gegen einen kanadischen eingetauscht hat (Achtung, auch in Kanada gibts den ein oder anderen pedantischen Beamten!), konnte Aktion Autokauf beginnen. Wir hatten uns diesen Dodge Grand Caravan (Bj. 2006) bei einem Autohaendler angesehen. Um uns endgueltig rumzukriegen, hat uns der Haendler nach der Probefahrt zu einem Bier und einer Runde Billard zu sich nach hause eingeladen. Nachdem unsere Unterschrift den Kaufvertrag schmueckte, hatten wir innerhalb von 5 Stunden Versicherung, Kennzeichen und ein vollgetanktes Auto vor uns. Morgen gehts dann also los zu unserer naechsten Station: Long Point am Eriesee. Dort werden wir voraussichtlich 4 Wochen dem Biosphaerenreservat helfen.