Montag, 25. Juli 2011

Far North and East

Ihr Lieben, wir melden uns nun aus Newfoundland - oder auf deutsch: Neufundland! Nach unserem letzten Blogeintrag hatten wir uns von Baie-Comeau aus auf den Trans-Quebec-Labrador-Highway begeben. Diese Strecke fuehrt ueber 1.700 Kilometer "direkt" zur Faehre nach Newfoundland. 
Dazwischen liegen viel Schotter, tiefe Schlagloecher und wenig Verkehr. Aber falls man unterwegs jemanden trifft, dann ist es meist ein grosser Truck mit viel Staub im Gepaeck, oder andere verrueckte, aber sehr nette Reisende. Es ist eben ein Erlebnis - das wir zum Glueck ohne platten Reifen und Steinschlaege gemeistert haben. 
Nach sechs Tagen erreichten wir die Atlantikkueste in Blanc Sablon und die Faehre nach St. Barbe in Newfoundland.
In L'Anse-aux-Meadows ganz im Norden der Insel landeten vor ca. 1.000 Jahren die Wikinger, die hier fuer kurze Zeit eine Siedlung errichteten. Wo also Leif Eriksson damals stand, stapften wir gestern durch die Ruinen.
Ein weiteres Highlight der Provinz ist Iceberg Alley. Hier driften Eisberge, die von der Suedspitze Groenlands ihre Reise angetreten haben, vorbei und erfreuen unsere Herzen. Dank der enormen Freundlichkeit der "Newfi's", kamen wir in den Genuss einer privaten Bootstour: Ein Fischer brachte uns mit seinem Boot ganz dicht an die Riesen aus Eis. Ein unvergessliches Erlebnis! Und wir haben bei dieser kleinen Tour auch gleich unser Abendessen geangelt: einen delikaten Kabeljau.

Wie gehts nun weiter? Morgen werden wir im Gros Morne National Park wandern und den gleichnamigen Berg bezwingen. Dann geht es weiter Richtung Osten der Insel - Weiterlesen lohnt sich also :-) 

Und hier noch die aktuelle Bilanz GESICHTETER Tiere: Etliche Wale im St. Lawrence River, 3 Schwarzbaeren, 1 Elch, 2 Fuechse - und unzaehlige Blackflies und Mosquitos, denen wir professionell begegnet sind!

Freitag, 15. Juli 2011

From Montreal to La Malbaie

Nun sind bereits wieder zwei Wochen unserer Kanadarundreise vergangen. Wir haben uns in dieser Zeit von Ottawa weiter entlang des St. Lawrence Rivers in der franzoesischen Provinz Quebec vorgearbeitet. Heisst auf geographisch: Ueber Montreal und der Hauptstadt Quebec City in die wunderschoene Region Charlevoix.

Diese Landschaft hat neben Bergen und klassischen Seen auch einen Fjord zu bieten. Wir haben uns zwei der schoensten Wanderwege vorgenommen und waren auch wieder mit dem Kanu unterwegs.


Der St.Lawrence Strom fliesst aus dem Lake Ontario - einem der fuenf grossen Seen - am Ende seiner Reise in den Atlantik. Das Salzwasser des Meeres mischt sich aber bereits hinter Quebec City mit dem Suesswasser des Flusses und die Salzkonzentration nimmt flussabwaerts stetig zu.

Ob das auch wirklich stimmt, wollte Thomas genauer wissen und nahm einen grossen Schluck...ja, der Reisefuehrer hatte recht!

In La Malbaie, einer der beiden groesseren Staedte in Charlevoix, besuchten wir Claude, den Koordinator des hiesigen BRs. Wir durften bei ihm zwei Tagen bleiben und genossen franko-kanadische Kueche, Wein und Gemuetlichkeit.

Zur Zeit sind wir nun in Baie-Comeau, der letzten Stadt bevor wir ins Nirgendwo abtauchen - ohne Handyempfang, Internet und andere Bequemlichkeiten, dafuer aber mit mehr beeindruckender Natur, Schotterstrassen und blutsaugenden Black flies!

Because we have more and more Canadian friends who follow our blog we also want to write a few words  for and to them: After Canada Day in Ottawa our journey led us along the St. Lawrence River to Montreal (too hot at that day!), Quebec City (which we liked) and up to the beautiful Charlevoix region. Thank you Claude for your warm hospitality and all the delicious food & wine. We also saw a Beluga whale at the spot you recommended us!

Samstag, 2. Juli 2011

Happy Canada Day!

Am "Canada Day" feiern die Kanadier den Zusammenschluss der vormals britischen Kolonien Ontario, Quebec, New Brunswick und Nova Scotia zu dem unabhaengigen Staat Kanada im Jahre 1867. Und wer jetzt rechnet weiss, dass Kanada in diesem Jahr seinen 144. Geburtstag feiert - zusammen mit Prinz William und seiner Kate. Weil wir uns dies natuerlich nicht entgehen lassen wollten, fuhren wir am Morgen mit dem Bus zu den Parlamentsgebaueden in Ottawa.

Die ersten Verrueckten sicherten sich bereits um 4 Uhr morgens die besten Plaetze - doch so fanatisch waren wir nicht: 7 Uhr muss reichen... Die dennoch lange Wartezeit bis zum Beginn der grossen Party nutzten wir fuer ein ausgiebiges Bad in der Menge und der Sonne. Mit ca. 299.998 Anderen sangen wir an diesem Tag mindestens sechs Mal die bilinguale kanadische Nationalhymne.
 
Gemeinsam mit William, Kate, dem Premierminister Steven Harper, seiner Frau und weiteren Ehrengaesten, bestaunten wir die Militaerjets die ueber uns hinwegflogen, lauschten dem Klang von Kanonenschuessen und verfolgten die Buehnenshow von kanadischen Kuenstlern. Die Stimmung am Canada Day ist vergleichbar mit der Atmosphaere in Deutschland waehrend der Fussballweltmeisterschaft.

Am Nachmittag kuehlten wir uns mit einem Koelsch in der Innenstadt ab und verbummelten die Zeit bis zum Abendprogramm und dem grossen Feuerwerk. Mit mueden Beinen und vielen neuen Eindruecken machten wir uns dann auf den Heimweg. Nach einem Tag Pause geht es Morgen weiter nach Montreal in das frankophone Zentrum Kanadas und weiter ueber einsame Highways nach Labrador und Newfoundland. Also nicht wundern, wenn ihr in den naechsten Wochen etwas weniger von uns hoert... Dennoch denken wir an Euch!