Donnerstag, 25. August 2011

Into the Wild

Hallo ihr Lieben, von Cape Breton ging unsere Reise immer weiter entlang der Kueste in den Sueden Nova Scotias. Unser Ziel: Der Kejimkujik Nationalpark - von allen nur 'Keji' (sprich Ketschi) genannt. Hier verbringen wir ein paar Tage in einer Forschungsanstalt, die eng mit dem Nationalpark zusammenarbeitet.
Unser erstes Projekt drehte sich um die in Nova Scotia gefaehrdete Eastern Ribbon Snake. Um mehr ueber das Verhalten der Natter zu erfahren, begaben wir uns mit anderen Freiwilligen und Hund 'Boomer' auf die Suche.
Die Ribbon Snake ist klein und deshalb nur schwer zu entdecken, sodass Spuerhunde, wie Boomer, mit einer guten Nase zum Einsatz kommen - mit Erfolg! An einem anderen Tag versuchten wir vom Kanu aus Loons (eine bedrohte Wasservogelart) zu zaehlen. Leider wurde daraus nichts - dafuer gab es einen Schwarzbaeren zu sehen, der sich direkt am Ufer auf Beerensuche befand.

Natuerlich arbeiten wir auch hier nicht 42h und es bleibt Zeit fuer kleine Entdeckungstouren. Eine davon fuehrte uns zum 'Balancing Rock' am Digby Neck in der Bay of Fundy. Nach einer kurzen Wanderung auf einem Pfad, den wir stellenweise mit einem Fluss teilten, konnten wir den freistehenden Felsen bestaunen und pusten wie wir wollten: Er bewegte sich kein Stueck :-).


Eine ganz andere kanadische Erfahrung wollten wir uns natuerlich auch nicht entgehen lassen: Backcountry Camping. Heisst, man belaedt (s)ein Kanu mit Zelt, Schlafsaecken, Iso-Matten und Verpflegung und paddelt ins Hinterland des Keji-Parks zu SEINER EIGENEN Insel. Wir mussten dazu den Kejimkujik-See durchqueren und hatten teilweise mit echt stuermischer See zu kaempfen. Nach einigen missglueckten Abkuerzungen erreichten wir nach 2,5 Stunden unser Ziel. Die Insel bot einen Platz fuers Zelt, eine Feuerstelle (es gibt Bratwurst!), Feuerholz und ein Outhouse (Plumsklo), aber keinen Platz fuer Baeren, Koyoten oder Elche. Denn man kann sie zu Fuss in 5 Minuten umrunden oder in 10 Minuten umschwimmen. 

Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten lud der See zum Bade ein. Badesachen? Brauchten wir dazu nicht...der naechste Wildniscampingplatz war 2 km entfernt und wir waren voellig ungestoert! Zugegeben war die Nacht dann doch etwas unruhig, denn so weit weg von allem lauscht man jedem Geraeusch. Dafuer wurden wir mit einem tollen Sternenhimmel belohnt und Thomas ging frueh am Morgen erneut auf eine Paddeltour und genoss den ruhigen See. Nach dem Fruehstueck machten wir uns zusammen mit unserem Muskelkater wieder auf den Weg zurueck. Dieses Mal paddelten wir den direkten Weg und waren nach 1,5 Stunden wieder an Land.  Wer auch immer eine Reise nach Kanada plant - einen Abstecher in die Wildnis ist Pflicht! Und wer zur rechten Zeit kommt, kann auch die wilden Heidelbeeren pfluecken.

3 Kommentare:

  1. Ich bin mal auf die ersten Kommentare gespannt... Thomas.

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  2. So nice to read from you - out there in the wild Canadian nature. We envy you!!! - the quietness, the stars, the lonely island, the blueberries - and [and here is the comment:] the nice black swimming trunks available in Canada ...
    Enjoy the time and the unforgetable moments - these memories will last forever.
    Big hugs and our best wishes are flying over the ocean to you!
    Karli and Petra

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  3. Hallo ihr zwei! Gut seht ihr aus! Na den schwarzen Streifen hättet ihr auch weglassen können - Natur ist Natur! Nun wird wohl bald der Herbst anfangen. Genießt die schönen sonnigen Tage! Liebe Grüße aus Berlin von Marietta und Karsten

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