Besuch aus Deutschland!
Nach fast vier Monaten in Saskatchewan war es mal wieder Zeit zu reisen und uns noch mehr von Kanada anzuschauen. Diesmal wollten wir fuer zwei Wochen gemeinsam mit Matteo auf Entdeckungstour gehen. Nach der sehr spannenden Einreise (Was wohl der kanadische Zoll mit der beschlagnahmten deutschen Wurst gemacht hat?) warteten wir gespannt am Flughafen in Calgary auf unseren Weggefaehrten, um dann in einem Motel auf alte Zeiten anzustossen und die mitgebrachten Snacks in der mitgebrachten Mikrowelle zuzubereiten.
Am naechsten Morgen ging es nach kurzer Stadtbesichtigung von Calgary auf direktem Weg in die Rocky Mountains. Zwar hatten sich alle Baeren schon in den Winterschlaf verabschiedet und die Wanderwege waren unter metertiefem Schnee begraben, dennoch hatten wir eine Menge Spass: Beim Bestaunen von Eisskulpturen in Lake Louise, beim "Schnee-Engeln" auf dem Weg zum Peyto Lake Aussichtspunkt und auf der Fahrt auf dem Icefield Parkway zwischen Banff und Jasper.
Von Jasper ging es zurueck nach Lake Louise und dann weiter nach Westen in das Okanagan Valley. Hier nutzten wir die Gelegenheit zum Skifahren und Schlittschuhlaufen auf dem Big White Mountain.
Matteo konnte sich richtig auspowern bei der naechtlichen Abfahrt auf beleuchteten Pisten und Susanne wagte ihre ersten Schritte auf dem Eis - zunaechst mit Gehhilfe.
Das Okanagan Valley ist aber vor allem auch eine der bekanntesten Weinregionen in Kanada.
Weil man ja nie genug ueber Wein lernen kann, nutzten wir am naechsten Tag die Gelegenheit fuer eine private Tour auf dem Weingut "Summerhill" nahe Kelowna. Deren Besonderheit ist eine Beton-Pyramide, in der alle Weine fuer 30 Tage zwischengelagert werden, damit sie die kosmische Energie tanken koennen...- vielleicht auch nur um das Weingut noch bekannter zu machen...
Von Kelowna ging es dann langsam aber sicher in Richtung Pazifik. Nach einem kurzen Abstecher in den Fraser Canyon und den Geburtsort von"Rambo" in Hope, waren wir dann recht schnell auch in Vancouver mitten in der Downtown. Die Stadt liegt atemberaubend zwischen Pazifik und schneebedeckten Bergen und wir erkundeten sie ausgiebig zu Fuss und spaeter nochmal bei Nacht mit dem Auto. Am eindrucksvollsten war die riesige Chinatown und der Chinese im Restaurant am Tisch hinter uns, der sich gerade ein paar Huehnerfuesse einverleibte. Wer jetzt noch keinen Hunger hat...
Von Vancouver ist es dann mit der Faehre auch nur einen Katzensprung bis nach Vancouver Island. Auf unserem Weg dorthin konnten wir sogar Delfine beobachten. Waehrend es auf der Ostseite noch regnete, wartete auf der Westseite in Ucluelet und Tofino schoenstes Wetter auf uns. Hier genossen wir Wanderungen durch den Regenwald mit riesigen, bis zu 600 Jahre alten Riesen-Lebensbaeumen (Red Cedars). Man kommt sich hier wirklich sehr klein - und jung - vor!
Entlang der Pazifik-Kueste gibt es mit dem Wild Pacific Trail einen weiteren fantastischen Wanderweg, der immer wieder Blicke auf das Meer und die heranpeitschenden, meterhohen Wellen freigibt.
Warnhinweise zu Beginn der Wanderwege deuten auch auf eine weitere, nur sehr selten zu beobachtende Tierart hin: Der Puma. Wir hatten riesiges Glueck und konnten ihn aus naechster Naehe beobachten und mit der Kamera fuer immer festhalten!
Tofino ist aufgrund der riesigen Wellen Urlaubsziel Nr.1 fuer Surfer. Auch im Winter (der eher ein spaeter Herbst ist) wagen sich viele auf ihre Bretter und lassen sich von den Wellen tragen. Wir schauten uns das Ganze dann doch lieber vom trockenen und warmen Strand aus an. Wir hielten nur kurz die Fuesse ins Wasser, um zu sehen ob der Pazifik genau so erfrischend ist wie der Atlantik.
Und wenn das noch kein Highlight genug gewesen waere, kam dann auch noch unsere Unterkunft dazu. In Tofino genossen wir im Duffin Cove Resort zwei wundervolle Tage in einem kleinen aber sehr feinen Zimmer mit Blick auf den Pazifik. Eigentlich wollten wir nur vor dem Fernseher sitzen und das Superbowl-Spiel (das Finale des amerikanischen Footballs) schauen und dabei Chicken Wings essen. Doch wir waren meisten von der tollen Aussicht abgelenkt und haben kaum etwas vom Spiel mitbekommen.
Die Zeit in Tofino ging leider viel zu schnell vorbei und wir mussten zurueck an die Ostkueste von Vancouver Island. Nach einem kurzen Abstecher bis nach Campbell River und den Strathcona Provincial Park fuhren wir ganz in den Sueden der Insel nach Victoria, der Hauptstadt von British Columbia. Victoria ist dafuer bekannt "englischer als England" zu sein. Und so dauerte es auch nicht lange bis wir in einem gemuetlichen Pub und in der Sportsbar mit intelligenzreduzierter Bedienung unseren letzten Abend mit Matteo verbrachten :-(
Wie es fuer uns dann weiterging erfahrt ihr bald hier. Nur um es vorweg zu nehmen: Wir haben noch mehr Zeit auf Vancouver Island verbracht!
Hallo Ihr beiden - schön, wieder in Eurem Blog etwas zu lesen. Und so tolle Bilder! Ja, sicher: Die Existenz eines Kanada-Virus ist voll verständlich. Und wir müssen uns keine "Sorgen" machen, dass Ihr die Reise NICHT genießt! Lasst es Euch weiterhin sehr gut ergehen. Wir denken an Euch!!!
AntwortenLöschenMutti Petra und Paps Karli
Hallo Thomas,
AntwortenLöschenhallo Susi,
schön zu sehen das es euch gut geht! Thomas so viel Bart, wie vor kurzem hattest du glaub ich noch nie. Isa meinte du siehst aus wie ein kanadischer Holzfäller!
Matteo ist angekommen! Das finde ich stark!
Hat sich was geändert oder plant Ihr noch Mitte 2012 wieder nach Deutschland zu kommen?
LG Kurt
Hey Kurt, schoen von dir zu hoeren! Kannst du mir vielleicht mal eine kurze email schreiben, damit ich dir antworten kann? Kenne deine email adresse gar nicht :-(
LöschenHier meine: thomas.abe@web.de
Liebe Sanni, lieber Thomas, schön, mal wieder etwas von euch zu hören. Und wie immer mit supertollen Bildern. Wie verkraftet ihr nur diesen Input? Die größte Aufregung bei uns ist Ponynachwuchs und bald haben wir auch wieder Lämmer...Naja, ist kein Vergleich. Ganz zaghaft guckt hier schon der Frühling um die Ecke. Bleibt fit und gut gelaunt! Liebe Grüße von Marietta und Karsten
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