So genossen wir nach vielen Tagen auf Achse zwei volle Tage allein in dem kleinen Haus in Rose Blanche. Weil wir ja die ganze Zeit unterwegs waren, wollten wir eigentlich nur faul auf dem Sofa sitzen, moeglichst viele Kalorien zu uns nehmen (jippi, wir haben einen Ofen!) und wenige Kalorien verbrennen. Dies ist uns, trotz herrlichem Sonnenschein, auch ziemlich gut gelungen und wir haben nur kurz unsere vier richtigen Waende mit Dach verlassen. Nach einem ausgedehnten Pancake-Fruehstueck gab es zu Mittag dann auch schon Fisch mit frischem Gemuese. Abends dann die perfekte Couchpotatoe- Kombination aus Popcorn und DVD (TV-Signal gab es nicht). Kalorien haben wir also definitiv nicht verloren...
Und dann der Hoehepunkt des Aufenthaltes: Thomas beschloss sich das erste Mal nach mehr als vier Monaten zu rasieren. Vielleicht aus Langeweile, vielleicht aber auch weil der Bart langsam wirklich stoerte. Das Unterfangen nahm mindestens eine Stunde in Anspruch und begann mit der Kuechenschere und endete mit dem Nassrasierer und Lotion fuer die irritierte Gesichtshaut des Mannes. Auf dem Weg zum Kahlschnitt gab es einige lustige Zwischenschritte.Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und wir mussten mit der Faehre von Port-aux-Basques weiter nach North Sydney in Neuschottland (Nova Scotia) fahren. Nach etwa 5 h erreichten wir mit zum Teil ordentlichem Seegang - der zu Irritationen in Susi's Magen fuehrte - das Festland.
In Nova Scotia ging unsere Entdeckungstour dann am naechsten Tag gleich weiter. Auf dem Cabot Trail, einer Strasse die rund um die Halbinsel Cape Breton ganz im Norden der Provinz fuehrt, genossen wir reichlich Sonnenschein, ausgedehnte Wanderungen und eine Tour im Doppel-Kayak. Wir koennen die Halbinsel mit dem Cape Breton Highlands Nationalpark aufgrund der herrlichen Ausblicke auf Land, Berge und Meer auf jeden Fall weiterempfehlen - vielleicht auch weil wir hier seit langem mal wieder einen Elch gesehen haben.
Ich bin ein bisschen traurig um den Bart.
AntwortenLöschenAnsonsten bin ich aber nach wie vor einfach nur beeindruckt davon, was ihr erlebt. Danke, dass ihr so regelmäßig davon schreibt.
Liebste Grüße,
Martina
Matteo weiß es noch nicht - ich erzähl im gleich beim Frühstück, dass Thomas Bart ab ist. Damit ist dann wohl die letzte Bastion gefallen :-)
AntwortenLöschenSchön, dass es Euch gut geht. Es macht zumindest den Eindruck ;-)
Dicken Knutscha aus der fernen Heimat,
Iris